Kräuterspirale selber bauen


Für Kräuterliebhaber ist eine Kräuterspirale im eigenen Garten einfach genial, denn so hat man immer frische Kräuter zum Kochen zur Verfügung. Der große Vorteil einer Kräuterspirale ist, dass man auf recht kleinem Raum viele verschiedene Kräuter anbauen kann. Zudem sieht eine Kräuterspirale auch noch sehr dekorativ aus. Verschiedene Kräuter brauchen unterschiedliche Lichtverhältnisse. Dies ist durch die Spirale bestens gegeben.

Wie geht der Bau einer Kräuterspirale?

Der Platz einer Kräuterspirale sollte möglichst vollsonnig liegen, da die meisten Kräuter viel Wärme und Licht benötigen. Mittels einer Schnur, eines Pflocks und ein wenig Sand wird dann der gewünschte Grundriss der Schneckenform auf den Boden gezeichnet. Dies ist wichtig, damit die weiteren Arbeiten auch erfolgversprechend ausgeführt werden können. Danach wird der Mutterboden in ca. 5 cm Tiefe nach diesem Grundriss abgetragen. Eine Drainage aus Kies ist wichtig, damit sich am Boden keine Nässe staut. Der Kies sollte im Innern eine Dicke von ca. 50 cm haben. In Spiralform werden nun Steine von außen nach innen höher werdend angelegt. Natursteine ohne Mörtel sehen schöner aus.

Je nach Geschmack können verschiedene Steinarten gewählt werden. Besonders beliebt sind Klinkersteine. Die Fugen zwischen den Steinen können dekorativ zum Beispiel mit Thymian bepflanzt werden, was der Kräuterspirale das gewisse Etwas verleiht. Anschließend wird mit Erde aufgefüllt. Die Pflanzenerde besteht aus einer Mischung aus Kompost und Sand. Die Auffüllung der Fläche sollte nach oben hin von der Mischung her immer sandiger verlaufen. Das ist sehr wichtig für das Gedeihen der Kräuterpflanzen.

Am Fuß der Kräuterspirale kann ein kleiner Teich angelegt werden. Hierzu kann ein handelsüblicher kleiner Boden aus dem Baumarkt verwendet werden. Die Ränder kann man dann später großzügig mit großen Steinen versehen, das sieht dekorativer aus. Bevor der Fertigteich in das Loch gegeben wird sollte eine ca. 5 cm dicke Schicht Sand in das Loch geschüttet werden, damit später der Teich keine Beschädigungen durch Umwelteinflüsse erleidet. Danach kann er mit Wasser gefüllt werden. Der Teich sollte mindestens 40 cm tief sein.

Was ist beim Bau der Kräuterspirale zu beachten?

Eine Kräuterspirale besteht grundsätzlich aus drei so genannten Feuchtigkeitszonen: Eine feuchte, eine normale und eine mediterrane Zone. Das ist sehr wichtig für das Gedeihen der Kräuterpflanzen. Liebstöckel und Bärlauch benötigen den nährstoffreichen feuchten Bereich der Kräuterspirale. Oregano und Melisse haben ihren optimalen Standort in der mittleren Zone. Rosmarin, Thymian, Lavendel und Salbei hingegen mögen eher die mediterrane, also eher trockene Zone. Beim Bau der Schneckenform ist zu beachten, dass sie sich möglichst nach Süden hin öffnen sollte, damit optimale Lichtverhältnisse gegeben sind.

Ist eine Kräuterspirale erst einmal angelegt, hat man Jahr für Jahr die schönsten frischen Kräuter für die eigene Küche nur einen Handgriff entfernt. Durch die frische Ernte ohne Transportwege sind die beliebten Kräuter wie Thymian, Lavendel und Rosmarin ohne Nährstoff- und Aromaverlust stets griffbereit zur Hand.

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