Was Sie über Unkrautschutzfolien wissen sollten


Unkraut kann schnell zum Problem werden

Wie froh wäre so mancher Gartenbesitzer, wenn seine liebevoll gepflanzten und gehegten Blumen, Stauden und Nutzpflanzen nur halb so hartnäckig wären wie die Mehrzahl der heimischen Unkräuter. Denn kaum hat man Giersch, Löwenzahn, Vogelmiere und Co an einer Stelle ausgezupft, wachsen sie an einer anderen schon wieder nach.

Wohl dem, der eine dauerhafte Lösung findet. Denn gerade in Stauden- und Gemüsebeeten, auf Wegen oder schwer zugänglichen Blumenrabatten kann das Unkraut wirklich sehr lästig werden. Eine umweltverträgliche und sehr bequeme Lösung versprechen da Unkrautschutzfolien, die nur dort Wachstum erlauben, wo Sie es vorsehen.

Wie wirkt eine solche Unkrautschutzfolie?

Die Wirkungsweise einer solchen Unkrautschutzfolie erklärt sich darin, dass sie zwar Nährstoffe, Luft und Wasser zum Erdreich durchlässt, aber kein Sonnenlicht. Die meisten Unkrautarten benötigen jedoch das Sonnenlicht zum Keimen und selbst Dunkelkeimer schaffen es nicht, durch diese Folien hindurchzuwachsen. In Folge des Lichtmangels gehen die jungen, noch empfindlichen Pflänzchen ein. Alle Pflanzen, die Sie jedoch selbst gesetzt haben, erhalten ihr persönliches Pflanzloch in der Folie und können durch dieses völlig ungehindert und normal wachsen.

Wenn Sie eine solche Folie in Ihrem Garten verwenden, bietet es sich an, auf die Folie zusätzlich eine Lage Rindenmulch, Lavagranulat, Kies oder ähnliches aufzubringen. So wird das Material gut vor Sonneneinstrahlung geschützt, was die Haltbarkeit der Kunststoffe meist erheblich verlängert. Bei nicht abgedeckten Folien geht man von einer Nutzungsdauer bis zu 5 Jahren aus, bei abgedeckten geben manche Hersteller 25Jahre Garantie. Außerdem wirkt die Anlage dadurch natürlicher.

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

Es gibt verschiedene Arten von Unkrautschutzfolien. So bieten einige Hersteller perforierte, schwarze Folien an. Diese haben zwar den Vorteil, dass Sie wachstumsfördernd für die gewollten Pflanzen sind, da sie das Erdreich mit Wärme anreichern. Aber vor allem in nassen Jahren ist die Gefahr sehr groß, dass es unter der Folie zu Schimmelbildung und Übersäuerung des Bodens kommt.

Besser geeignet, Ihre Pflanzen auf Dauer gesund zu halten, sind Gewebe. Diese werden häufig Unkrautvliese genannt. Durch die Tatsache, dass ein solches Vlies sehr viel mehr Luft zum Boden durchlässt, kann die Erde darunter besser abtrocknen und bleibt auch auf Dauer gesund.

Die Qualitätsunterschiede ergeben sich hierbei durch die Menge des verwendeten Materials, denn dies bestimmt die Dichte des Vlieses. So sind Standard Unkrautvliese mit etwa 70g/m² angegeben. Ein solches Vlies bietet sicheren Schutz gegen die meisten Unkräuter. Haben Sie es mit hartnäckigeren Arten, wie Schachtelhalm, Löwenzahn oder Quecke zu tun, so sollten Sie schon zu einer Stärke von 120g/m² und mehr greifen.

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