Welche Gemüse lassen sich im mitteleuropäischen Raum gut anbauen?


Manche Früchte und Gemüse gedeihen nur im Süden; sie brauchen viel Sonne und warme Nächte. Sie sind für die Breiten Mitteleuropas nur bedingt geeignet. Andere wiederum kann man im Gewächshaus ziehen. Doch im Freiland sollte immer beachtet werden, dass die Pflanzen aus der Region kommen, in der sie gepflanzt werden. Denn sonst erleben sie einen Klimaschock, den sie nicht überwinden können.

Einfach und ohne großen Aufwand

Eine Pflanze, die sich gut selbst anbauen lässt, ist die Kartoffel. Man beginnt im vorhergehenden Herbst mit dem tiefen Umgraben des vorgesehenen Beets. Dabei sollen die Schollen der Erde so groß bleiben, wie sie zufällig beim Graben entstanden sind. Ist der Frost vorbei und der Boden hat beständig Temperaturen um die 8°C, werden die Erdschollen zerkleinert und geebnet. Wer viel Platz hat, kann sogar mehrere Sorten der gesunden Knolle anbauen. Frühkartoffeln sind schon im Juni erntefertig. Ungefähr 15 Zentimeter tief, 30 mal 60 Zentimeter voneinander entfernt, werden die Pflanzkartoffeln (ab Ende April) in Löcher gesetzt und keinesfalls festgetreten.

Eine Pflanze für viele Jahre

Ebenfalls wenig Mühe macht Rhabarber. An einen sonnigen Standort werden die Pflanzen im Frühjahr gesetzt. Jede sollte mindestens einen Quadratmeter Platz für sich haben. Ausreichendes Wässern und eine Düngergabe erfreut den Rhabarber. Wichtig: im ersten Jahr der Pflanze soll der Rhabarber nicht geerntet werden. Denn das schwächt die Pflanze. Ab dem zweiten Jahr nimmt man die Stängel und dreht sie kurz über dem Erdboden ab. Nach dem 24. Juni ist Ernteverbot, denn dann soll sich die Pflanze erholen.

Möhren sind vor allem bei Kindern beliebt

Die Möhre gehört in jeden Garten und ist vor allem bei den Kindern beliebt. Am besten im Mai ins Freiland, oder auch schon eher im Jahr unter Vlies kann die Aussaat erfolgen. Man braucht allerdings Geduld, denn Möhren keimen erst nach ca. 3 Wochen. In dieser Zeit sollte man achten, dass kein Unkraut wächst. Wichtig ist, dass die Möhren, die zu eng stehen, herausgenommen werden, da sie sich sonst nicht richtig entwickeln können. Um den Befall mit Möhrenfliegen zu verhindern, sollten zwischen die Reihen Zwiebeln oder Lauch gesetzt werden. Denn dieser Geruch vertreibt die Schädlinge zuverlässig.

Kopfsalat ist sehr beliebt

Im Freiland ab April lässt er sich aussäen, oder ab Mai können fertige Pflanzen gekauft werden. Die jungen Triebe brauchen Wasser und müssen von Unkraut frei sein. Die beste Qualität haben die Köpfe, bevor sie ausgewachsen sind. Da sich Kopfsalat schlecht aufbewahren lässt, sät man am besten nicht alle auf einmal, denn so kann man die Erntezeit verlängern.

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