Der Naturgarten – Anregungen und Tipps zur Gestaltung


Je mehr sich unser Alltag von der Natur entfernt, desto mehr wünschen wir uns einen einfachen Ort, an dem wir uns zurückziehen können und der uns und anderen Lebewesen Raum gibt, so zu sein, wie wir sind.

In kaum einer anderen Gartenart ist dies derart möglich wie im Naturgarten, der mit heimischen Gehölzen und anderen Pflanzen einen gesunden Lebensraum für Mensch und Tier schafft.

Klären, was Sie wollen

Ein Naturgarten kann viele Bedürfnisse und Wünsche erfüllen, denn so vielfältig wie die Natur ist natürlich auch der Naturgarten. Machen Sie sich also ganz zu Beginn Gedanken darüber, was Sie und Ihre Familie sich von dem neuen Garten erwarten.

Spielgelegenheiten für die Kinder, Platz für (Haus-) Tiere, Nutzgarten, Teich und Wasserelemente, Sitzplätze und Überdachungen, Grill- und Partyzone, all das lässt sich problemlos in einen Naturgarten integrieren.

Natürlichen Schutz bieten

Achten Sie bei der Planung Ihres Naturgartens darauf, dass Sie den Pflanzen und Tieren in Ihrem Garten Schutz vor Witterungseinflüssen bieten. Planen Sie Bäume und Sträucher so, dass Sie den stärksten Wind bremsen. Pflanzen, die die volle Sonne nicht vertragen, fühlen sich unter dem Schatten von Bäumen sehr wohl.

Vermeiden Sie, dass bloße Erde Wind und Wetter ausgesetzt ist. Bepflanzen Sie den Boden besser mit Bodendeckern, um Erosion zu verhindern, oder decken Sie offene Stellen mit Mulch oder Laub ab.

Für eine naturgerechte Hecke eignen sich zum Beispiel Duftschneeball, Zierquitte, Ranunkelstrauch, Haselnuss, Schlehe, Forsythie, Brautspiere, Sommerflieder, die verschiedensten Rosenarten. Aber auch leckere Beerenarten wie Brombeere, Johannisbeeren, Blutjohannisbeere, Himbeere und Hollunder können als dekorative Strauchhecke gepflanzt werden. Und besonders im Winter erfreuen der Hartriegel und winterharte Ligusterarten den Betrachter.

Vielfalt und heimische Pflanzen

Wenn wir in unserem Naturgarten eine Vielfalt schaffen, die der Erde, den Pflanzen und den heimischen Tieren Lebensraum schafft, leisten wir einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz.

Um Schmetterlinge und Bienen in Ihren Naturgarten zu locken, pflanzen Sie nektarreiche Blumen an. Die Auswahl ist groß und sogar ungünstige, feuchte und schattige Gärten können Sie mit Wurmfarn, mit Nesselarten, Akelei, Bärlauch und Waldgeißbart bepflanzen.

Für Blumenbeete oder farbige Highlights eignen sich Türkenbundlilien, Glockenblumen, Disteln, der gemeine Frauenmantel und Fingerhut.

Holen Sie sich Vögel und Schmetterlinge in den Naturgarten

Ein monotoner Englischer Rasen ist aus ökologischer Sicht tot. Legen Sie vielmehr Wert darauf, dass Ihre Blumenwiese eine große Vielfalt an Pflanzen enthält. So bereichert sie nicht nur Ihren Garten mit den schönsten Schmetterlingsarten, sondern ist auch noch um vieles pflegeleichter.

Eine Blumenwiese lebt vom natürlichen Spiel von Nass und Trocken und verändert durch das wechselnde Wetter seinen Bestand an Pflanzen und Blüten. Verzichten Sie also unbedingt darauf, die Wiese zu gießen, sondern lassen Sie auch hier der Natur ihren freien Lauf.

Es versteht sich von selbst, dass Sie eine solche Blumenwiese natürlich auch nicht allzu häufig mähen sollten. Lassen Sie den verschiedenen Pflanzenarten Zeit, sich zu entwickeln und zu vermehren, bevor Sie zur Sense greifen.

Nistkästen und winterliche Futterstellen ziehen Vögel genauso an wie Sträucher und Bäume, in die sie Ihre Nester bauen können.

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