Klimazonen im Garten schaffen


Wer einen Garten neu übernimmt, steht oft vor der Situation, dass die klimatischen Bedingungen im neuen Garten nicht optimal für die Pflanzen sind, die man selbst gerne anpflanzen möchte. Egal ob mehr Sonne oder eher weniger, Kälte oder Windschutz, mehr oder weniger Luftfeuchtigkeit. Mit Hilfe einiger Grundkenntnisse können Sie erfolgreich Mikroklimazonen in Ihrem Garten schaffen, die Ihren Lieblingspflanzen beim Gedeihen helfen.
Wichtig ist es zu wissen, welche Faktoren bestimmen, dass Pflanzen gedeihen oder auch nicht. Es gibt zwei Faktoren, die das Leben von Pflanzen bestimmen. Zum einen die Wasser- und Nährstoffaufnahme aus dem Boden und zum anderen die Photosynthese. Denn mit Hilfe der Photosynthese erzeugen sich die Pflanzen die Energie, die sie für Ihre Stoffwechselvorgänge und damit ihre Ernährung benötigen.

Die Nährstoffausnahme aus der Erde können Sie verbessern, indem Sie darauf achten, dass der Boden gut gelockert ist, nicht austrocknet und das Regenwasser abfließen kann. Außerdem ist es sinnvoll, den Boden regelmäßig mit Nährstoffen anzureichern.
Die Nährstoffaufnahme kann jedoch nur stattfinden, wenn die Erde nicht gefroren ist. Deshalb ist es für manche Pflanzen wichtig, dass Sie sie und vor allem ihre Wurzeln vor Frost schützen. Dazu müssen Sie wissen, dass kalte Luft sinkt. Ein kleiner Hügel oder besser noch ein mit verrottendem und Kompost gefülltes Hügelbeet, an dessen Leeseite die empfindlichen Pflanzen gesetzt sind, kann deren Überlebenschancen extrem verbessern.

Sind extreme Temperaturen gemeldet, können Sie solche Pflanzen zusätzlich noch mit Reisig oder gar Folie „einpacken“. Auch eine Niedervolt-Lichterkette, die bei Bedarf angeschaltet wird, kann die Temperaturen für exotische immergrüne Bäume wie Oliven und Ficus im Folienpaket auf erträgliche Maße steigern.
Ein Windschutz, der vor übermäßiger Verdunstung im Sommer, aber auch Erfrierungen im Winter schützt, kann für viele Pflanzen eine gute Lebensgrundlage bieten. Um einen kompletten Garten zu schützen, sollte dieser jedoch 4 m hoch sein. Wichtig ist, dass ein solcher Windschutz trotzdem gut winddurchlässig sein sollte, um zu verhindern, dass stark störende Turbulenzen entstehen. Mauern sind also weniger gut geeignet wie zum Beispiel Bäume oder Hecken.

Viele Pflanzen, die keine pralle Sonne vertragen, genießen die Nachbarschaft zu schützenden Bäumen. Die Luftfeuchtigkeit können Sie durch einen Teich, einen Bachlauf aber auch durch Schattenzonen erhöhen.

Und eine Steinmauer bietet trockenheits- und wärmeliebenden Pflanzen wie mediterranen Kräutern, also etwa Thymian, Rosmarin und Salbei einen idealen Wärmespeicher an sonnigen Tagen.

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